Montafoner Wissenschaftspreis

Der Stand Montafon schreibt alle zwei Jahre einen Wissenschaftspreis für Nachwuchs-Wissenschaftler aus.

Allgemeines zum Wissenschaftspreis

Der Montafoner Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und vom Stand Montafon verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden Forschungen, die sich mit dem Montafon auseinandersetzen, gefördert. 

Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten wie Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationen, Aufsatzkonvolute (in denen die einzelnen Aufsätze zusammen ein bestimmtes Gebiet behandeln und einen Erkenntnisgewinn erbringen) oder größere Aufsätze, Monographien oder sonstige wissenschaftliche Beiträge. Erwünscht sind Arbeiten aus sämtlichen Gebieten, wobei vor allem an Arbeiten gedacht ist, die der Themenbörse des Standes entnommen sind oder innovative, interdisziplinäre Wege einschlagen.

Auch für vorwissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zum Montafon kann ab dem Jahr 2020 ein Anerkennungspreis vergeben werden. 

Beurteilungskriterien

Bei der Beurteilung stellen die Originalität des Themas und die Qualität der Ausführung des Werkes Beurteilungskriterien dar. Die Preisarbeit kann in den gängigen Wissenschaftssprachen abgefasst sein.

Preisgeld

Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Der Betrag wird vom Stand Montafon, der Sparkasse Bludenz sowie dem Heimatschutzverein Montafon gestiftet. Die Preisträger verpflichten sich, die Ergebnisse der Preisarbeit im Rahmen einer Veranstaltung im Montafon vorzustellen.

Nächste Preisverleihung 2027 - Bewerbung und Auswahlverfahren

Die nächste Vergabe erfolgt 2027. Bewerbungen sind ab sofort bis Frühjahr 2027 einzureichen und an den kulturwissenschaftlichen Bereichsleiter des Standes Montafon, Christoph Walser, zu richten.

Die Preisarbeit ist in einfacher Ausfertigung und digital ein­zureichen. Beigelegt werden sollen eine Stellungnahme des Bewer­bers zur Preisarbeit (ein bis zwei Seiten) und ein Lebenslauf  sowie eine Liste der Veröffentlichungen.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury. Diese Jury kooptiert (im Ein­vernehmen mit dem Stand Montafon) auf unbestimmte Zeit oder für einzelne Preisverleihungen weitere Mitglieder. Die Jury entscheidet mehrheitlich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preisträger 2014

Preisträger 2016

Preisträger 2018

Preisträger 2020

Preisträger 2022

  • Mag.a Teresa Galehr: Johann Josef Batlogg im Wandel der Zeit. Zur Lebens- und Rezeptionsgeschichte des einstigen Landammanns
    mit didaktischer Auseinandersetzung für den Geschichtsunterricht (Dilpomarbeit, Innsbruck 2020)
  • Reinhard Gerstner, MSc: Strukturgeologische Einordnung der Kristakopfscholle (Montafon) in Zusammenhang mit den Vortriebsarbeiten
    des neuen Kraftabstiegs des Rodundwerks I (Masterarbeit, Wien 2021)

Anerkennungspreise 2022:

  • Tatjana Dietrich, BA: Die Auswirkung von Wildschäden auf die Funktion des Schutzwaldes (Universität Innsbruck 2021)
  • Gregor Brodtrager: Von den Alpinpionieren zum Massenphänomen Bergsteigen am Beispiel des Piz Buin (BG Bregenz Blumenstr. 2021)
  • Claudia Wachter: Die Welt im Umbruch – Kindheit und Jugend während der französischen Besatzungszeit in Vorarlberg (BG Bludenz 2021)

Preisträger Montafon Wissenschaftspreis

Preisträgerin Teresa Galehr

Wissenschaftspreis Jury

Verleihung Montafoner Wissenschaftspreis

Sparkassa Vorstandsdirektor Wolfgang Eichler


 

Preisträger 2024

  • Mag.a Christina Barbara Juen: Der Mord an dem Landschreiber Valentin Kraft. Ein Kriminalfall vor dem Hintergrund des Josephinismus. Unter Berücksichtigung der Umsetzungsmöglichkeiten im regionalgeschichtlich orientierten Schulunterricht. (Diplomarbeit, Innsbruck 2022)
  • Eva Hergel, BSc BSc MSc: Bleiben oder Gehen? Migrationsperspektiven von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen im Montafon. (Masterarbeit, Innsbruck 2022)

Anerkennungspreise 2025:

  • Heidrun Stoiser, MSc BA: "Living Labs als Instrument der nachhaltigen Destinationsentwicklung: Eine empirische Analyse des PIZ Montafon (Masterarbeit, Innsbruck 2023)
  • Felix Wittwer, MA BA: Besatzungskinder - divergierende Erinnerungsräume: Einblicke in Brüche, Kontinuitäten und soziale Charakteristika der lokalen Erinnerung am Beispiel der Besatzungskinder in einer Talschaft des südlichen Vorarlbergs (Masterarbeit, Wien 2022)
  • Fabrizio Arena: Faschings- und Funkenbräuche in Vorarlberg im Vergleich (BG Bludenz 2025)
  • Leo Widerin: Radonbelastung - Gefahr oder Chance? Radonmessungen in Schruns und Umgebung (BG Bludenz 2025)
  • Theresa Fleisch/Julia Stampfer: Aufwachsen im Montafon: Nachkriegszeit und heute. Intergenerationelle Sozialgeschichte im Hinblick auf Beruf, Freizeit, Wohnen und Familie (BAfEP Feldkirch 2024)
  • Anna Klehenz: Tourismusentwicklung im Montafon. Von bescheidenen Anfängen bis hin zum Massentourismus (BG Bludenz 2024)
  • Marie Reichart: Die Schwabenkinder im späten 19. bis zum frühen 20. Jhdt. im Vergleich zu ostasiatischen KinderarbeiterInnen im 21. Jhdt (BG Dreihackengasse Graz 2024)
  • Anna-Sophia Wachter: Die Geschichte des Wintertourismus im Montafon (BG Bludenz 2024)

Christina Juen und Eva Hergel

Montafoner Wissenschaftspreis

Montafoner Wissenschaftspreis Anerkennungspreise

Verleihung Montafoner Wissenschaftspreis 2025 im Aktionsraum Naturgefahren

Standesrepräsentant Daniel Sandrell bei der Verleihung des Montafoner Wissenschaftspreises 2025