Maria Rast soll „Gesundheitszentrum Montafon“ werden

Gruppenfoto Montafon Delegation im Landhaus

Bgm. Jürgen Haller sowie Standesrepräsentant Bgm. Daniel Sandrell und Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier haben Landesrätin Martina Rüscher mit dem „Gesundheitszentrum Montafon“ Vorschläge für ein Nachfolge-Konzept für Maria Rast präsentiert. © www.meznar.media

Die Region Montafon will die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig absichern und hat dem Land Vorarlberg deswegen ein Nachfolgekonzept für den Standort Maria Rast präsentiert. Mit einem multifunktionalen „Gesundheitszentrum Montafon“ soll der Ausdünnung des medizinischen Angebots im Tal entschieden entgegengetreten werden.

Mit der Schließung der Geburtenstation Bludenz und der Verlegung der Nachsorgestation Maria Rast nach Bludenz wächst die Sorge um die medizinische Versorgung im Tal. „Wir sind nicht bereit, weitere Verschlechterungen hinzunehmen“, betont der Montafoner Standesrepräsentant Bürgermeister Daniel Sandrell. Gleichzeitig bedankt er sich bei den Mitarbeitenden von Maria Rast für ihre jahrelange, engagierte Arbeit für das Wohl der Menschen in der Talschaft. 

Um die Gesundheitsvorsorge im Tal dennoch langfristig sichern zu können, wird im Montafon seit Wochen intensiv an einer passenden Nachfolge-Lösung für Maria Rast gearbeitet. Herzstück der Idee ist ein modernes „Gesundheitszentrum Montafon“, das mehrere Funktionen bündelt, den Standort langfristig sichert und bestehende Strukturen gezielt ergänzt: schon jetzt befinden sich im Haus ein Pflegeheim der Stiftung Liebenau, eine Physiotherapiepraxis, ärztliche Angebote und eine Kinderbetreuungsgruppe vom Familienzentrum Montafon.

Klare Erwartung an das Land

Gemeinsam mit Standortbürgermeister Jürgen Haller aus Schruns und Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier hat der Montafoner Standesrepräsentant die Pläne für das „Gesundheitszentrum Montafon“ bei Landesrätin Martina Rüscher im Landhaus präsentiert. „Wir haben unseren Unmut über die bisherigen Entscheidungen in aller Deutlichkeit deponiert. Gleichzeitig haben wir klar gemacht, dass die Region die volle Unterstützung des Landes für eine optimale Nachnutzung erwartet“, so Sandrell weiter. „Das Montafon fordert aber nicht nur, wir liefern mit dem geplanten Gesundheitszentrum auch eine zukunftsweisende Lösung.“ Der Standort Maria Rast sei aufgrund seiner Lage und Infrastruktur ideal für die Weiterentwicklung zu einer regionalen Gesundheitsdrehscheibe.

Konzept bis Anfang 2026

„Die ersten Gespräche waren konstruktiv. Jetzt gilt es, die Pläne zu vertiefen und ein umsetzungsfähiges Konzept zu erarbeiten“, so Sandrell nach dem Treffen im Landhaus. Die Zuständigkeiten und ein Zeitplan wurden bereits fixiert. „Wir müssen jetzt gemeinsam an Lösungen mit spürbarem Mehrwert für die Bevölkerung arbeiten. Läuft alles nach Plan, können wir Anfang 2026 ein ausgereiftes Projekt präsentieren“, zeigt sich Landtagsvizepräsidentin Vonier zuversichtlich. Eine Schlüsselrolle in der Umsetzung könnte dabei auch der neu geschaffene Vorarlberger Bodenfonds übernehmen. „Die Weichen sind gestellt – jetzt geht es an die Umsetzung“, so Sandrell abschließend.

25.09.2025