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  • Maisäß Unterer Netza (Foto: www.meznar.media) Maisäß Unterer Netza (Foto: www.meznar.media)
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Maisäß Unterer Netza, Gortipohl

Eine Bauuntersuchung ergab, dass es sich um ein historisch wertvolles, einzigartiges Objekt handelt, das in Zukunft so nicht wieder erbaut werden wird.

Einen Stall mit darüberliegender Heulege und ein Wohnobjekt gleichzeitig zu sanieren, ist ein teures Unterfangen, wenn die Nutzung fehlt. Laut Eigentümer waren alleine die Schindelkosten Grund genug, die Stallscheune abzubrechen. Eine Bauuntersuchung ergab allerdings, dass es sich um ein historisch wertvolles, einzigartiges Objekt handelt, das in Zukunft so nicht wieder erbaut werden wird. Der noch vorhandene Dreschboden in der Heulege zeugt von der einstigen Getreidewirtschaft in dieser Höhenlage. Daher wurden dann doch das Bestandsobjekt belassen, die alten Sparren neu verlegt und durch Neue ergänzt, die Wände wieder verschalt, das Dach geschindelt. Eine beeindruckende Initiative durch die Besitzer aus Respekt vor der Geschichte.
Beeindruckend mit welcher Selbstverständlichkeit bei der bereits überfälligen Sanierung des Wohnhauses umgegangen wurde. Die verfallene hangseitige Giebelwand wurde ausgetauscht und durch Blockstrickteile ergänzt, das Wohnhaus runderneuert und mit Warmwasserkomfort versehen. Mit einem Zusatzherd und einem Warmwasserboiler im offenen Dachraum wird ohne Strom das nötige Wasser nach dem Schwerkraftprinzip umgewälzt und damit die Stube temperiert. Offenbar gibt es findige Installateure, die die Rohrquerschnitte derart beareiten, dass das Wasser ohne technische Hilfsmittel und Strom an verschiedenen Orten im Haus genutzt werden kann. Wenig Budget und einiges an „Köpfchen“ führen hier zum Ziel. Auch wenn Heizkörper und Dusche fachlich und bauhistorisch kritisiert werden können, insbesondere das handwerkliche Geschick und die Initiativen der Besitzer müssen in diesem Fall gewürdigt werden.

Jury: Verena Konrad, Barbara Keiler, Thomas Mennel, Raimund Rhomberg

Jurykommentar: Thomas Mennel

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