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Kulturlandschaftsinventar Montafon

KLIM - das Kulturlandschaftsinventar Montafon vereint altes und neues Wissen um das vielfältige kulturelle Erbe der Dreistufenlandwirtschaft

KLIM - das Kulturlandschaftsinventar Montafon vereint altes und neues Wissen um das vielfältige kulturelle Erbe der Dreistufenlandwirtschaft und dient als Planungs- und Steuerungsgrundlage für regional- und raumplanerische Maßnahmen in der Region.

Inhalte

KLIM erfasst in allen zehn Montafoner Gemeinden die Kulturlandschaft außerhalb des Dauersiedlungsraumes. Dies entspricht den Alp- und Maisäßgebieten sowie den ehemaligen Dauersiedlungs- und Bergmahdgebieten – Bergwiesen in steilen Höhenlagen, die aus der traditionellen Dreistufenlandwirtschaft hervorgingen und die heute im Montafon in ihrer ursprünglichen Form fast vollständig verschwunden sind. Innerhalb der definierten Gebiete wurden Gebäude sowie vom Menschen errichteten Objekte (z. B. Trockensteinmauern, Bildstöcke, Zäune etc.) von Aufnahmeteams erhoben. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe von Datenbanken und Geographischen Informationssystemen dokumentiert, inventarisiert, ausgewertet und aufbereitet.

Vorgehen und Umfang

Die Vorarbeiten und Erhebungen fanden zwischen 2008 und 2010 im gesamten Montafon statt. In Kleinteams bestehend aus zwei bis vier Leuten wurden die vorher definierten Gebiete besucht. Vor allem Gebäude, aber auch Landschaftselemente wie Trockensteinmauern und Zäune wurden fotografiert und mittels Erhebungsbögen erfasst. Dies ergab zum Abschluss des Projekts einen Gesamtumfang von 319 Funktionseinheiten. Davon 72 Alpen, 138 Maisäße, 96 Bergmahdgebiete und 12 ehemalige Dauersiedlungen. Des Weiteren konnten innerhalb der Funktionseinheiten 2585 bestehende und 1916 nicht mehr bestehende Gebäude erfasst werden. Die Anzahl der aufgenommenen Fotos beträgt circa 26.600 Bilder.

Auch bereits vorhandene Informationen wurden zusammengetragen und ausgewertet. Diese fanden sich in der Kulturgüterdatenbank Montafon, in der Montafoner Schriftenreihe, im Maisäßinventar Montafon, im Alpkataster und im Franziszeischen Kataster von 1857, in Grundstücksprotokollen, in Publikationen, in Dokumenten und Sammlungen aus dem Montafon Archiv oder auch in privaten Fotosammlungen. Mit der Hilfe von ZeitzeugInnen konnten Angaben bestätigt oder auch verbessert werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind in der MS-Access-Datenbank mit quantitativen Daten zu Lage, Beschaffenheit, Nutzung, Bauweise oder Zustand der Alp- und Maisäßgebäude und in der M-BOX, der Museumsinventarisierungsdatenbank mit qualitativen Daten wie Berichte, Dokumente, Fotos, Kartenmaterial und Aussagen von ZeitzeugInnen, zu finden. Alle erhobenen Gebiete sowie alle erfassten bestehenden und nicht mehr bestehenden Gebäude sind über Geographische Informationssysteme abrufbar. Im Online-Kartendienst des Vorarlberg Atlas sind die Erhebungen unter Landschaft und Freiraum einsehbar.