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Projekt future.scapes

Das Projekt "future.scapes" möchte Szenarien künftiger Landschafts-Entwicklungen erarbeiten und Veränderungsprozesse bewusst machen.
Projektdauer 2006 - 2007
Programm ProVision
Partner ARC Austrian Research Centers (A)
Stand Montafon (A)

Das Projekt future.scapes hatte das Ziel, Auswirkungen des Globalen Wandels auf Gesellschaft und Landschaft und die dadurch ausgelösten lokalen wie regionalen Veränderungsprozesse zu erfassen, bewusst zu machen und Lösungsstrategien zu deren Bewältigung zu entwickeln.

Globaler Wandel umfasst viele Bereiche - Klimawandel, Wirtschaftswandel, soziale Veränderungen - und damit auch die Veränderung der Landnutzung. Er beeinflusst damit unser aller Lebensumfeld, wobei dessen Auswirkungen aufgrund vielfältiger Wirkungszusammenhänge nur schwer vorhersagbar und mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Diese Auswirkungen richtig abzuschätzen und vorausschauende Strategien zur Vermeidung und Bewältigung der ökonomischen, sozialen und Umwelt-Veränderungen zu entwickeln, ist eine der großen Herausforderung der Zukunft.

Das ForscherInnenteam verfolgte dabei einen integrativen Ansatz, d. h. Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft wurden als interagierende Systeme angesehen. Die dadurch entstehende Komplexität erschwert jedoch die Umsetzbarkeit in die Praxis. Um gleichzeitig den integrativen Ansatz, Praxisrelevanz und Umsetzbarkeit zu gewährleisten, und da in unterschiedlichen Regionen spezielle Probleme individuelle Lösungen fordern, wurden im Projekt future.scapes auf drei unterschiedliche Themenschwerpunkte und Landschaften fokussiert:

  • urban.scapes: struktureller Wandel im industriellen, städtischen Raum
  • agri.scapes: Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe im ländlichen Agrarraum
  • mountain.scapes: Klimawandel in einer alpinen Tourismus-Region

In allen drei Subprojekten entwickelten ForscherInnen und PraxispartnerInnen gemeinsam Zukunftsszenarien für ihre jeweiligen Regionen. Für diese Entwicklungsarbeit wurden transdisziplinäre Arbeitsmethoden eingesetzt, um wissenschaftliches Wissen und Praxisexpertise wirkungsvoll zu verknüpfen. Die entwickelten Szenarien dienen als Entscheidungshilfen, welche die Entwicklung nachhaltiger Landnutzungsstrukturen und anpassungsfähiger Wirtschafts- und Sozialstrukturen unterstützen sollen. Dabei wurden neue Konzepte wie „Resilienz“ und „Adaptive Management“ auf praxisrelevante Fragen übertragen und neue Ansätze zur Integration von quantitativen und qualitativen Szenarios für unterschiedliche räumliche und zeitliche Skalen verwendet.

Bildungskooperationen mit Volksschulen in den Referenzregionen konfrontierten Kinder mit Wandel in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld und brachten ihre Sicht ein: die Kinder machten Fotos und verglichen diese mit alten Fotos aus dem Familienfundus um dann ihr Zukunftsbild zu zeichnen. Die Eltern der Kinder wurden zur Vorstellung der Ergebnisse eingeladen und konnten dabei ihre eigene Problemsicht einbringen.

Gender mainstreaming Aspekte wurden im gesamten Projekt berücksichtigt. Die im Projekt gestellten Fragen wurden im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Männer und Frauen getrennt behandelt und es wurden Workshops teilweise getrennt durchgeführt.