NEWFOR

NEWFOR (NEW technologies for a better mountain FORest timber mobilization) ist ein durch das „alpine space“ Programm finanziertes Forschungsprojekt.
Projektdauer 2011-2014
Programm EU Interreg Alpine Space
Partner Irstea (F)
Tiroler Landesregierung (A)
BFW (A)
ERSAF Lombardia (I)
Provinz Trentino (I)
FCBA Techn. Institute for Forestry, Cellulose, Construction Timber
SFI Slovenian Forestry Institute (SL)
LWF Bayrisches Forst Institut
Universität Turin (I)
Universität Padua (I)
TU Wien (A)
Slowenisches Forstinstitut (SL)
WSL (CH)

Das Projekt vereint 14 im Einzugsgebiet der Alpen angesiedelte Institute aus 6 Ländern. Das Projektes zielt auf die Verbesserung der Mobilisierung von Holzvorräten aus dem Wald sowie dessen Evaluierung ab. Das Projekt berücksichtigt die gesamte Ablaufkette der Holznutzung, beginnend bei der Analyse von Waldbeständen bis zur Lagerung des Holzes auf Holzlagerplätzen, wobei der Fokus des Projektes auf der Nutzung von neuen Fernerkundungsmethoden sowie geografischen Informationssystemen liegt. Das dreijährige Projekt wurde im September 2011 begonnen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Projektes liegen auf:

Die Ressourcen des Waldes vs. Laserscanning

Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Laserscannings erlauben, in Kombination mit anderen verfügbaren Datenquellen wie z.B. Luftbilder oder von Drohnen erfassten Bildserien, eine hochgenaue Erfassung und qualitative Bewertung der Vorräte des Waldes. Die Integration dieser Technologie wird die momentan gegebene Herausforderung einer genauen und robusten Analyse der bestehenden Vorräte des Waldes bzw. das Wissen über die Vorräte von Beständen überbrücken. Das Projekt ist auf das Entwickeln und Testen von Werkzeugen ausgerichtet, die den Endnutzern der Forstindustrie helfen sollen vom technischen Fortschritt des Laserscannings zu profitieren.

Zugänglichkeit der Vorräte

Der zweite Schritt nach der Erfassung und Analyse der Vorräte des Waldes ist eine Evaluierung der Zugänglichkeit der Vorräte. Speziell im alpinen Bereich schränken Faktoren wie z.B. die gegebene Topografie eine effiziente technische sowie ökonomische Nutzung der Vorräte ein. Im Rahmen des Projektes wird gezeigt, wie aus Laserscanning Daten abgeleitete topografische Informationen in geografischen Informationssystemen (GIS) für eine optimale Planung einer Nutzung der Vorräte, unter Berücksichtigung aktueller und geplanter Zugänglichkeiten der Vorräte, genutzt werden können.

Die Verbindung zwischen den Vorräten und der Forstindustrie

Sind die Vorräte des Waldes sowie deren Zugänglichkeiten bereits analysiert, bleibt noch die fehlende Verbindung zwischen den Holzstämmen im Wald und den Holzlagerplätzen bei den Sägewerken. Diese oft vernachlässigte Verbindung ist aber äußerst wichtig für eine umfangreiche Beurteilung einer effizienten Holzversorgung.

Kosten – Nutzen Evaluierung

NEWFOR zielt auf die Entwicklung von operativen Werkzeugen ab, die unter der Berücksichtigung von Strategien einer nachhaltigen Holzförderungskette im alpinen Raum entwickelt werden. Um dieses Ziel umzusetzen, werden vorab Werkzeuge für die Erkennung und Analyse von Vorräten, für die Beurteilung ihrer Zugänglichkeit sowie die Verbindung zum Holzmarkt einzeln betrachtet. Eine ökonomische Evaluierung des Workflows durch einen Vergleich der Kosten und Nutzen jeder möglichen Strategie ist für eine optimale Umsetzung dieser Schritte bzw. einer Gesamtstrategie nötig.

Strategie einer logistischen Planung

Es gibt das Bedürfnis die Waldbewirtschaftungspläne auf neue ökonomische Gegebenheiten bzw. auf unvorhersehbare Entwicklungen im Laufe der Zeit anzupassen. Eine in diesem Sinne dynamische Verwaltung muss ökologische, soziale sowie auch ökonomische Bedürfnisse berücksichtigen und ausgleichen. Letztendlich ist jedoch das Ziel, den Forstverwaltungen und deren Entscheidungsträgern fundierte Informationen für die Evaluierung von technischen, ökologischen und ökonomischen Zuständen zu geben um deren Entscheidungsprozesse in Bezug auf die Holzversorgungskette und die Strategien der Landentwicklung zu stützen.

Weitere Informationen finden Sie unter der Projekthomepage NEWFOR

 

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