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Willkommen im Montafon! Tourismusgeschichte eines Alpentales

Ein Gang durch die Montafoner Tourismusgeschichte von der Frühzeit im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl derjenigen Personen, die auf der Suche nach alpinen Naturschönheiten, der traditionellen Kulturlandschaft und einem Gipfelsieg ins Montafon kamen, stetig zu.
Genaue Gästezahlen sind uns aus dieser Zeit nicht bekannt, aber mittlerweile hat sich die Zahl der Nächtigungen auf zwei Millionen pro Jahr gesteigert. Das macht den Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftszweig des Tales.

Um den Urlaubstraum Wirklichkeit werden zu lassen, war und ist das perfekte Zusammenspiel einer Vielzahl von Institutionen, Vereinen und Dienstleistern notwendig. Wesentliche Impulse für den Tourismus gingen ab den 1870er Jahren von der Arbeit des Alpenvereins aus. Mit der Errichtung von Hütten und der Anlage von Wegen im Hochgebirge, sowie der Ausbildung von Bergführern schuf der Verein die Basis für einen Anstieg der Gästezahlen.
Die ersten Verschönerungsvereine in Gaschurn (1885) und Schruns (1887) wollten durch die Anlage von Wanderwegen, durch Freizeitangebote (Platzkonzerte) und durch die Vermittlung von Zimmern den Wünschen der Gäste entgegenkommen.

Die zunehmende Begeisterung für den Wintersport, die sich im Tal in der frühen Gründung der Wintersportvereine Schruns (1906) und Tschagguns (1907) widerspiegelt, führte in der Zwischenkriegszeit zur Ausbildung einer Wintersaison. Der Fremdenverkehr gewann als lukrativer Nebenerwerb an Reiz und bedingte einen bis heute unverändert gebliebenen Überhang an Privatbetten.