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„Krieg und Gefangenschaft 39-49, Arbeiten auf Papier. Hans Trippolt 1919-2012“

Eröffnung am 1. September 2019 im Rahmen von septimo, zu sehen bis 26. Oktober 2019, parallel zur Ausstellung "Unbekannte Arbeiten auf Papier" in der MAP Kellergalerie montartphon

Nahezu sein ganzes künstlerisches Leben lang malte Hans Trippolt ideale, harmonische Landschaften und Naturmotive und machte sich damit in ganz Vorarlberg einen Namen. Auch das Montafon hat er immer wieder in seinen Bildern festgehalten.

Eine Phase seines Lebens verlief jedoch alles andere als harmonisch. Wie unzählige andere junge Menschen seiner Generation stand ein ganzes Lebensjahrzehnt des geborenen Kärntners im Zeichen von Krieg und Gefangenschaft. Man darf vermuten, dass diese dramatischen, mitunter traumatischen Jahre bestimmend waren für Hans Trippolts lebenslange Sehnsucht nach dem Schönen und Stimmigen, das in seiner Malerei zum Ausdruck kommt. Allerdings gibt es nur wenige Bilder, die aus dieser Zeit selbst stammen oder das damals Erlebte thematisieren. Einige davon sind in der Ausstellung „Hans Trippolt - Krieg und Gefangenschaft 1939-1949“ im Montafoner Heimatmuseum zu sehen, die zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September eröffnet wird. 

Anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Geburtstags von Hans Trippolt (1919 Bad St. Leonhard - 2012 Schruns) wurde am 4. August im vorarlberg museum ein Buch präsentiert. "Als beide einmal auf Meditation zu sprechen kamen, gestand ihm [Erhart von Kreutziger] mein Vater, dass er nicht meditieren könne. Sein Freund korrigierte ihn mit dem Hinweis, dass er sehr wohl imstande sei zu meditieren, dann nämlich, wenn er male. Von da an beschrieb mein Vater den Schaffensprozess des Malens als 'seine Meditation'", erinnert sich der Sohn Johann Trippolt. Das sehr persönliche Buch gibt berührende Einblicke in das Leben des außergewöhnlichen Künstlers Hans Trippolt.

Hans Trippolt hat sich mit seinen meisterhaften Aquarellen in die Vorarlberger Kunstgeschichte eingeschrieben. Mit seinen Werken erweist er sich nicht nur als großer Künstler des flüchtig festgehaltenen Augenblicks, sondern auch als Dokumentar der Kulturlandschaft. Besonders die Darstellungen von Bregenz zeugen von den großen Veränderungen der Stadt. Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Trippolt erinnern eine Ausstellung im Bregenzer Siechenhaus (14. Juli bis 11. August) und ein von seinem Sohn Johann Trippoltund Andreas Rudigier herausgegebenes Buch an den bemerkenswerten Künstler und außergewöhnlichen Menschen.

Die Ausstellung ZEITZEICHEN im Siechenhaus Bregenz war bis 11. August 2019 zu sehen.

Vom 3. September bis 26. Oktober ist parallel zur Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum in Schruns die Ausstellung mit seinen "Unbekannten Arbeiten auf Papier", jeweils FR/SA/SO, von 17 bis 19 Uhr in der MAP Kellergalerie montartphon (Bahnhofstraße 12) in Schruns zu sehen.