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grenzen bewegen. Das Montafon 1918/19

Die Sommerausstellung im Montafoner Heimatmuseum wird mit einem Vortrag von Dr. Markus Schmidgall eröffnet und ist vom 11. Juni bis 25. August 2019 zu sehen.

grenzen bewegen. Das Montafon 1918/19

 

Nach der Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg zerfiel die Habsburgermonarchie und es folgte eine schwierige Phase der Neuorientierung. Unmittelbar nach Kriegsende suchten die Spanische Grippe sowie Hunger und Mangel die Bevölkerung auch in Vorarlberg heim. In den folgenden Monaten wurde ein möglicher Anschluss an die Schweiz, über den es dann auch eine Volksabstimmung gab, rege diskutiert. Zahlreiche Prominente – darunter Staatskanzler Dr. Karl Renner oder der Rüstungsfabrikant Karl von Škoda – erwarben damals Wohnsitze im Montafon und besuchten ihre neuen Domizile. Im Sommer 1919 rückten sogar italienische Truppen im Süden des Landes ein, um das Territorium gegen andere Ansprüche zu sichern. Bis zur Abhaltung der ersten demokratischen Wahlen sowie zur Unterzeichnung des Friedensvertrages von St. Germain blieb die Lage unübersichtlich. Diesen unruhigen Zeiten, die im Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft standen, wird in der Ausstellung nachgespürt.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: Den Kern bildet die Ausstellung „Epochengrenze 1918? 100 Jahre selbständiges Land Vorarlberg“, die vom Vorarlberger Landesarchiv in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landtag entwickelt wurde. Für das Montafoner Heimatmuseum wurden nunmehr regionale Aspekte der Geschichte des Montafons in den Jahren 1918/19 ergänzt. Im Rahmen der Eröffnung wird Dr. Markus Schmidgall am 11.6. um 19 Uhr im Heimatmuseum zu dieser Phase des Umbruchs einen Vortrag halten.

Der Katalog zur Ausstellung als PDF zum Herunterladen

grenzen bewegen - Info für Schulen (PDF)

 

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