OpernPremiere "Die Flut"

Die zeitgenössische Oper "Die Flut" von Boris Blacher zeigt die ur - GEWALT!
Datum 16.07.2010
Beginn 20:30
Ort Alpenbad Schruns-Tschagguns
Adresse auf der Landkarte zeigen
Kategorie Oper, Presse
Termin übernehmen Diesen Termin meinem Kalender hinzufügen

Die Flut im Alpenbad
Bilder aus der Galerie

OPERNPREMIERE
„Die Flut“ von Boris Blacher
Uraufführung: 1947 in Dresden

Rahel Lichdi | Sebastian Kroggel | Brent L. Damkier |
Peter Schöne
Chor: Julia Grosssteiner | Barbara Tschugmell |
Retus Pfister | Georg Schießl
Kammerorchester des MONTAFONER SOMMER
Musikalische Leitung: Christoph Lichdi
Regie: Barbara Kunze

Preis: € 18 | 13

 

Kindheit und Jugend des Komponisten Boris Blacher sind geprägt von häufigem Ortswechsel seiner Eltern. Entsprechend vielsprachig und multikulturell wuchs er auf.  In seinem großbürgerlichen Elternhaus kam er schon früh mit Musik in Berührung und erhielt Klavier- und Geigenunterricht.
Boris Blacher gehörte in den Jahren von 1945 bis 1975 zu den meistbeachteten und am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen Komponisten in Deutschland. Insbesondere als Kompositionslehrer muss er als eine der wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Musik des 20. Jahrhunderts angesehen werden.
Typisch für das Schaffen des Komponisten ist die farbige, von der französischen Musik inspirierte Instrumentation, die Integration von Elementen des Jazz und die respektlose Haltung gegenüber den deutsch-österreichischen Traditionen.

Die Flut ist eine Kammeroper in einem Akt. Das Libretto schrieb Blachers Schüler Heinz von Cramer nach einer Erzählung von Guy de Maupassant. Uraufführung der szenischen Fassung war am 4. März 1947 in Dresden, nachdem sie als Rundfunk-Oper 1946 uraufgeführt wurde.

Inhalt
Schauplatz ist eine Sandbank am Wrack eines gestrandeten alten Seglers in der Gegenwart.
Nicht allzu weit vom Ufer entfernt strandete vor ein paar Jahrzehnten ein Segelschiff auf einer Sandbank. Gespannt blicken drei Leute, die sich auf einer Vergnügungsreise befinden und am Ufer Zwischenstation eingelegt haben, auf das Wrack: ein alter Bankier mit seiner mädchenhaften Geliebten und ein junger Mann, der einen etwas zwielichtigen Eindruck erweckt. Schließlich bitten die drei Touristen einen Fischer, sie zu dem Wrack zu führen. Weil dieser gleich an dem Mädchen Gefallen gefunden hat, begleitet er die drei Fremden durch das Watt.
Während die Touristen den alten Segler besichtigen, lässt die Flut das Wasser höher und höher steigen, bis es das Schiffswrack umschließt. Jetzt bekommt es der alte Bankier mit der Angst zu tun. Er zieht sein ganzes Geld, das er bei sich hat, aus der Tasche und verspricht es demjenigen zu schenken, der sich traut, ans Ufer zu schwimmen und ein Boot zu holen. Enttäuscht muss er feststellen, dass sowohl der junge Mann als auch der Fischer keinen Wert auf sein Geld legen, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Motiven. Letzterer schäkert ganz verliebt mit dem jungen Mädchen, und dieses ist so von den starken Armen des Fischers angetan, dass sie sein Flirten nur allzu gerne erwidert. Der junge Mann hingegen hegt nur noch die Absicht, bei der nächstbesten Gelegenheit den Bankier zu berauben.
Nach und nach geht die Flut zurück. Sah der Bankier noch vor wenigen Minuten wie ein Häuflein Elend aus, erwachen in ihm jetzt wieder die Lebensgeister. Doch seine Freude währt nur kurz; denn der junge Mann fordert ihn auf, sein gesamtes Geld herauszurücken. Als der Alte sich weigert, sticht ihn der junge Mann kurzerhand nieder. Zuerst zeigt sich das Mädchen entsetzt über das Geschehene, doch als der junge Mann sie auffordert, mit ihm zu kommen, siegt in ihrem Inneren der Wunsch nach einem sorglosen Leben und Luxus. Aus eben diesem Grunde hatte sie sich schon von dem alten Bankier aushalten lassen.
Der Fischer bleibt allein mit der Leiche des Alten auf dem Schiffswrack zurück. Naiv in Gedanken versunken träumt er, wie das Mädchen zu ihm zurückkehrt. Er ahnt nicht, dass dies nie der Fall sein wird.

Rachel Lichdi - das junge Mädchen - Sopran
Sebastian Kroggel - der alte Bankier - Bass
Brent L. Damkier - der junge Mann - Tenor
Peter Schöne - der Fischer - Bariton

Chor: Julia Grosssteiner | Barbara Tschugmell | Matthias Ammann | Peter Riedmann

Rahel Lichdi
wurde 1981 in Heilbronn geboren.
Sie studierte von 2002 bis 2009 an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Charlotte Lehmann. Während ihres Studiums erhielt sie den 2. Preis beim Armin-Knab-Liedwettbewerb in Würzburg (2003) und gewann den 1. Preis beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach (2005).
Von April 2006 bis 2008 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich. Rahel Lichdi nahm an Meisterkursen bei Prof. Ingeborg Hallstein, Prof. Cheryl Studer, Prof. Irwin Gage und Prof. Francisco Araiza teil. Bei den 14. Wernigeröder Schlossfestspielen 2009 war Rahel Lichdi in der Rolle der Fiordiligi in Mozarts Cosi fan tutte zu hören.

Sebastian Kroggel stammt aus Lauchhammer in Brandenburg. Er erhielt seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar in den Opernklassen der Professoren Hoff und Gohritz.
Bereits während seiner Ausbildung sang er in verschiedenen Inszenierungen. Konzerte, Liederabende und Oratorienaufführungen führten ihn bereits in verschiedene Städte Europas. Neben zahlreichen solistischen Fähigkeiten arbeitet er in professionellen Chören, wie zum Beispiel dem Bayreuther Festspielchor. Ab der nächsten Spielzeit wird er unter der Intendanz von Kammersängerin Brigitte Fassbaender am Tiroler Landestheater Innsbruck als Solist zu erleben sein.

Brent L. Damkier begann sein Studium am San Franscisco Conservatory of Music bei Sylvia Anderson und setzte es bei Cornelia Prestel am Bruckner Konservatorium in Linz fort. Schon während seines Studiums gab er sein europäisches Debüt am Landestheater Linz als Graf Almaviva in Il Barbiere die Siviglia. Sein erstes Engagement bekam er am Theater in Pforzheim. Außerdem hat er sich als Konzertsänger einen Namen gemacht. Neben Berlioz und Mozart Requiem sang er auch die Tenor-Partie in Händels Messias, Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium Elias und Bachs Weihnachtsoratorium.

Peter Schöne
hat sich mit seinem ausdrucksvollen lyrischen Bariton als Opern- und besonders als Liedsänger national und international etabliert. Entscheidende Weichenstellung war der Gewinn des Schubert-Wettbewerbs in Graz 2004. Sein Opern-Debüt gab Peter Schöne im Oktober 2002 an der Komischen Oper Berlin als Eddy in der Oper Greek. Seit dem Beginn seiner Ausbildung beschäftigt sich Peter Schöne intensiv mit dem deutschen Klavierlied. Durch seine enge Zusammenarbeit mit dem Pianisten Axel Bauni und modernen Komponisten wird sein ausgeprägtes Talent für die Musik des 20.und 21. Jahrhunderts deutlich. Das leidenschaftliche Engagement für diese Musik wurde mit dem Schneider-Schott-Musikpreis der Stadt Mainz honoriert.

Julia Großsteiner
wurde 1989 in Bludenz geboren und  entdeckte schon in der Kindheit im Chor ihrer Mutter die Leidenschaft zur Musik. Ihre Sopranstimme brachte sie bei zahlreichen Projekten zum Einsatz, wie bei dem Musical „ Das Geheimnis der Farben“ in dem sie mit 10 Jahren eine Hauptrolle sang.  Am Landeskonservatorium Vorarlberg begann sie 2007 ihr Gesangsstudium bei Prof. Ingeborg Dobozy. Julia Großsteiner  wirkt immer wieder bei verschiedenen Chor- oder Ensembleprojekten mit, bei denen sie auch oft als Solistin zu hören ist.

Barbara Tschugmell, geboren 1977 in Schruns, studierte Gesang und Gitarre am Mozarteum Salzburg/Innsbruck.
Im Sommer 2006 sang sie die Rolle des Carmi in Mozarts La Betulia liberata beim MONTAFONER SOMMER.
Barbara Tschugmell war Altistin im Chor des Mozarteums Innsbruck unter der Leitung von Howard Arman, weiters im Extrachor des Tiroler Landestheaters unter der Leitung von Claudio Büchler, beim Vokalensemble Vocapella unter der Leitung von Bernhard Sieberer und derzeit des Feldkircher Kammerchores sowie des Bregenzer Festspielchores unter der Leitung von Benjamin Lack.

Retus Giusep Pfister
ist in der rätoromanischen Schweiz aufgewachsen. Er absolvierte seine musikalische Ausbildung zunächst am Musikgymnasium Feldkirch und schloss sie 2010 am Vorarlberger Landeskonservatorium ab. Bereits während der Studienzeit wirkte er bei mehreren Projekten im In- und Ausland mit, u.a.: Bregenzer Festspielchor, Musiktheater Vorarlberg, Theaterproduktionen des Symphonieorchesters Vorarlberg und dem Origen-Ensemble aus Graubünden.

 

Georg Schießl, geboren in Neunburg v. Wald, kam bereits als 12jähriger zu den Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Georg Ratzinger. Parallel zu seinem Lehramtsstudium verfolgte der Tenor seine musikalische Ausbildung weiter mit Gesangsunterricht u.a. bei Frau Prof. Gerdes in München. 1998 hatte er sein Erstengagement am Theater Regensburg. Dort gehörten Rollen wie Scaramuccio in „Ariadne auf Naxos“, Junker Spärlich in „Die lustigen Weiber von Windsor“ und Gustl in „Land des Lächelns“ zu seinem Repertoire. 2001 gab er den Leopold im „Weißen Rössl“ bei den Zwingenberger Schlossfestspielen. In der Spielzeit 2000/2001 war er am Theater Flensburg engagiert und hat sich seither entschieden, freischaffend tätig zu sein. Er ist ein gerngesehener Gast am Theater Regensburg. Weiterhin ist er spezialisiert auf Chansons der 20er und 30er Jahre.
Momentan ist er in der neuesten Lustspielhaus-München Produktion„Rotkäppchen“- zu sehen.

Christoph Lichdi wurde 1978 in Bad Reichenhall geboren und wuchs in Neumarkt/Oberpfalz auf.
Nach seinem Abitur begann er 1998 ein Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik Würzburg und wechselte 2001 in die Dirigierklasse (Orchesterleitung) von Prof. Peter Falk und Prof. Hans-Reiner Förster, dass er 2006 mit großem Erfolg abschloss.
Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Solorepetitor und Kapellmeister am Tiroler Landestheater Innsbruck.
Zu seinen dirigierten Werken gehören unter anderem Emerich Kalmans „Gräfin Mariza“, „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß, Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“. Er konzertierte überdies mit den Nürnberger Symphonikern als auch den Würzburger Philharmonikern.
Im April 2009 dirigierte er als Musikalischer Leiter die Uraufführung „Hofers Nacht“ von Florian Bramböck am Tiroler Landestheater Innsbruck.

Nach einer umfassenden musikalischen Ausbildung studierte die 1978 in München geborene Barbara Kunze an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Bereits während dieses Studiums arbeitete sie zwei Jahre im Opernstudio der Region Nürnberg. Neben der Organisation der Ersten und Zweiten Europäischen Opernakademie Neumarkt/Opf. übernahm sie zahlreiche Regieassistenzen. Parallel dazu hospitierte und assistierte sie an mehreren Theatern, unter anderem in Leipzig, Freiberg und Dessau.
Ihr erstes Engagement als Regieassistentin und Abendspielleitung im Bereich Musiktheater erhielt sie 2004 am Theater Regensburg, worauf 2007 das Engagement nach Erfurt folgte. In diesen Jahren konnte sie zahlreiche Erfahrungen in der Arbeit mit namhaften Regiesseuren sammeln. Dadurch eignete sie sich ein umfassendes Repertoire im Bereich Oper, Operette und Musical an.

 

Weitere Aufführungen der Oper jeweils um 20.30 Uhr, Alpenbad Schruns-Tschagguns
Sonntag, 18. Juli
Montag, 19. Juli




Artikelaktionen
erstellt von Susanne Juen-Aczel zuletzt verändert: 23.08.2010 abgelaufen
montafoner sommer inhalte
Kontakt

MONTAFONER SOMMER
Montafonerstraße 21
6780 Schruns
T: +43 (0) 55 56 / 721 32
F: +43 (0) 55 56 / 721 32 9
Email:montafoner.sommer@stand-montafon.at

Tickets bestellen

Tickets für "OpernPremiere "Die Flut"" bestellen.

Preis: 18.00

Informationen zu Ermässigungen