Österreichs Mobilitätszentralen zu Gast im Montafon

Unter dem Zeichen von Innovation, Vernetzung und klimafreundlicher Zukunft traf sich die „Plattform Mobilitätszentralen Österreich“ (PMZÖ) Ende Mai 2026 zu ihrem elften offiziellen Arbeitstreffen in Schruns. Auf Einladung des Stand Montafon kamen Expertinnen und Experten aus ganz Österreich sowie Vertreter des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) im Sitzungssaal in Schruns zusammen, um zukunftsweisende Mobilitätskonzepte für den ländlichen und alpinen Raum zu diskutieren. 

Das hochkarätig besetzte, zweitägige Arbeitstreffen, das im Rahmen des Programms klimaaktiv mobil stattfand, bot eine breite Palette an Fachvorträgen, Best-Practice-Beispielen und strategischen Diskussionen. Alexandra Dörfler (BMIMI) und Helmut Lechner (Österreichische Energieagentur) leiteten die Tagung und gaben Einblicke in die aktuellen bundesweiten Aktivitäten der Plattform. 

Das Montafon und Vorarlberg als alpine Pioniere

Der erste Tag der Tagung stand ganz im Zeichen regionaler Erfolgsmodelle direkt vor Ort. Bernhard Maier (Stand Montafon) präsentierte die aktuellen Entwicklungen rund um die Mobilität und den ÖPNV im Montafon, während Verena Seethaler-Steidl von der Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH die Organisation und aktuellen Großprojekte des Landes vorstellte. Wie wichtig eine nahtlose, nachhaltige Reisekette gerade für Urlaubsregionen ist, verdeutlichte Manuel Bitschnau (Montafon Tourismus GmbH) in seinem Vortrag über die touristische Anreise ins Tal. 

Ergänzt wurden die Praxisberichte durch innovative Flottenkonzepte: Michael Stabodin (Landbus Unteres Rheintal) berichtete über die Praxiserfahrungen mit eMobilität im Landbus Unteres Rheintal, während Martin Aufhauser (stadtland planung GmbH) über das Zukunftspotenzial hybrider und automatisierter Flotten in alpinen Tourismusregionen referierte. Ein besonderes Highlight des ersten Tages war die anschließende Exkursion: Bei einer Besichtigung der traditionsreichen Montafonerbahn AG veranschaulichte Guntram Netzer das spannende Gleichgewicht einer Privatbahn zwischen regionaler Eigenständigkeit und moderner Netzintegration. 

Blick über die Grenzen und neue Werkzeuge für den Alltag

Am zweiten Tagungstag stand neben dem intensiven Erfahrungsaustausch der österreichischen Mitgliedsorganisationen auch der Blick über die Landesgrenzen auf dem Programm. Melanie Kupferschmid von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) präsentierte die dortige „Ortsmitten-Toolbox“ – ein innovatives Konzept auf dem Weg zu lebendigen und verkehrsberuhigten Ortskernen, das auch für österreichische Gemeinden spannende Impulse liefert. 

Darüber hinaus zeigte Johannes Hofinger (BMIMI) auf, wie Mobilitätszentralen Forschungs-, Technologie- und Innovationsangebote (FTI) des Bundes optimal nutzen können. Zum Abschluss der Fachvorträge verdeutlichte Christoph Breuer (Mobilitätslabor der plan b-Gemeinden / kairos OG), dass echter Wandel vor allem Beständigkeit erfordert, um die Mobilitätskultur langfristig und nachhaltig zu verändern. 

Ein starkes Signal für die regionale Mobilitätswende

Der Stand Montafon bewies bei dieser Tagung einmal mehr seine Rolle als kompetenter Vordenker und herzlicher Gastgeber. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten klimafreundlich per Bahn aus allen Bundesländern an – von Wien über Graz bis Klagenfurt – und nutzten die Tagung für eine intensive Vernetzung. Das 11. Arbeitstreffen der PMZÖ ging mit einem klaren Arbeitsauftrag und konkreten Themenvorschlägen für das nächste Treffen im Herbst 2026 erfolgreich zu Ende.


  • Über die PMZÖ:
    Die Plattform Mobilitätszentralen Österreich (PMZÖ) ist das zentrale Netzwerk der regionalen Mobilitätsberatungsstellen und -zentren in Österreich. Unterstützt durch das BMIMI und die Österreichische Energieagentur im Rahmen von klimaaktiv mobil, fördert sie den Wissensaustausch und die Entwicklung zukunftsfähiger, umweltfreundlicher Mobilitätslösungen für die Bevölkerung. 


PMZÖ Tagung im Montafon

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29.05.2026