Das Montafon setzt einen bedeutenden Schritt für die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Tal. Der Stand Montafon hat in enger Zusammenarbeit und in Abstimmung mit dem Land Vorarlberg ein Konzept für die weitere Nutzung der ehemaligen Nachsorgestation Maria Rast als regionales Gesundheits- und Sozialzentrum erarbeitet – mit dem Ziel, die Gesundheits-Versorgung der Montafonerinnen und Montafoner langfristig zu sichern.
Die zehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Montafons haben dazu in ihrer jüngsten Standes-Sitzung einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst. „Vor ein paar Monaten haben wir unsere Vision für ein Gesundheitszentrum Montafon vorgestellt – heute können wir gemeinsam mit dem Land den nächsten großen Schritt setzen. Dass alle zehn Bürgermeister:innen diesen Weg einstimmig mittragen, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig dieses Projekt für die Zukunft des Montafons ist“, betont Standesrepräsentant Bürgermeister Daniel Sandrell.
Gesundheitsdrehscheibe
Bereits kurz nach dem offiziellen Aus von Maria Rast als Nachsorgestation im vergangenen Jahr hat der Stand Montafon ein umfassendes Nachnutzungskonzept für Maria Rast erarbeitet und sich klar für die Weiterentwicklung des Standorts zu einer regionalen Gesundheitsdrehscheibe ausgesprochen. Nun folgt der nächste entscheidende Meilenstein: Mit der grundsätzlichen Einigung zwischen Stand und Land bzw. Vorarlberger Bodenfonds kann die Projektentwicklung in die nächste Phase eintreten. „Von Landesseite war es klar, die Region bei der Entwicklung eines Nachsorgekonzeptes bestmöglich zu unterstützen“, so die Montafoner Landtags-Vizepräsidentin Monika Vonier.
Der Standort wird nicht mehr als „Krankenanstalt“ betrieben. Stattdessen soll das geplante Gesundheitszentrum künftig unterschiedliche Gesundheits- und Sozialangebote unter einem Dach bündeln, bestehende Einrichtungen sinnvoll ergänzen und Raum für neue medizinische Dienstleistungen schaffen. Außerdem ist ein Bereich für eine Kurzzeit- und Übergangspflege angedacht. „Mit Maria Rast schaffen wir einen Ort, an dem Gesundheitsversorgung, Betreuung und soziale Angebote intelligent zusammengeführt werden. Davon profitieren die Menschen im gesamten Tal“, freut sich Vonier. „Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung im Montafon nachhaltig auszubauen und den Standort Maria Rast langfristig als Gesundheitskompetenzzentrum für die Region zu etablieren“, sind sich die politisch Verantwortlichen der Talschaft einig.
Gemeinsames Zukunftsprojekt
In den kommenden Wochen wird der Stand Montafon mit dem Land Vorarlberg und dem Vorarlberger Bodenfonds die Details für die erforderlichen Vereinbarungen ausarbeiten. Diese Arbeiten sollen bis in den Herbst abgeschlossen und dann den Gemeindevertretungen des Tales zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Ziel ist, dass möglichst rasch mit den notwendigen Sanierungsarbeiten am Gebäude begonnen werden kann.
Der einstimmige Beschluss aller zehn Montafoner Bürgermeister:innen unterstreicht dabei die Geschlossenheit der Region, dass zentrale Zukunftsfragen nur im Schulterschluss erfolgreich gelöst werden können. „Mit dem Projekt Maria Rast entsteht damit weit mehr als eine Nachnutzung eines bestehenden Gebäudes. Es ist ein gemeinsames Zukunftsprojekt von Region und Land und Bodenfond – mit dem klaren Anspruch, die Gesundheitsversorgung im Montafon nachhaltig zu stärken und neue Perspektiven für kommende Generationen zu schaffen“, so Sandrell abschließend.
Maria Rast erhält damit nicht nur eine neue Nutzung – der Standort bekommt eine neue Zukunft. Das Montafon zeigt einmal mehr, dass große regionale Herausforderungen am besten gemeinsam gelöst werden. Geschlossen, entschlossen und mit einem klaren Blick nach vorne.